Ziele und Partner

Der über 300 Hektar große Schäferhof in Appen bietet eine gegliederte Agrarlandschaft, die von Wasserläufen durchzogen und durch Knicks, Feldhecken und Gehölze aufgelockert ist. Außerdem ist auf ca 70 Hektar die Landschaft durch Kiesabbau dauerhaft verändert. Hier sind drei kleinere Seen sowie eine ehemalige Deponie zu finden. Die vielfältigen Erholungs-, Erlebnis- und Bildungspotenziale dieses Areals sollen im Naturerlebnisraum Gut Schäferhof entfaltet werden, zum Nutzen der Menschen der Region.

Die Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie hat den Schäferhof 1898 erworben, um dort wohnungslosen Menschen Hilfe und eine neue Lebensperspektive zu bieten. Dieser Aufgabe ist die Stiftung auch heute noch verpflichtet und unterhält am Standort Schäferhof soziale Dienste sowie Wohn- und Werkstätten. Seit 2007 ist die Stiftung eine enge Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Pinneberg eingegangen und hat mit diesem Partner die Landwirtschaft des Gutes Schäferhof zu einer Erlebnislandwirtschaft ausgerichtet. Auch hier steht der soziale Zweck im Vordergrund: Menschen mit Behinderung oder sozialer Benachteiligung finden in den Ställen, auf der Hofanlage sowie in der Feld- und Weidewirtschaft passende Angebote der Beschäftigung und Qualifizierung.

Diese soziale Ausrichtung steht auch bei der Schaffung des Naturerlebnisraums Gut Schäferhof im Vordergrund. Bei der Einrichtung des Schau- und Lehrgartens, der Beobachtungsstation und andere Elemente des Erlebnisraums und bei deren Betrieb finden ebenfalls Menschen aus den Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie und des Lebenshilfewerks Pinneberg eine sinnvolle Einsatzstelle.

Nutzer des Naturerlebnisraums Gut Schäferhof sollen Naherholungssuchende, aber auch Kindergartengruppen, Schulklassen, Freizeit- und Seniorengruppen sein. Dabei kommt ein weiterer sozialer Zweck der Angebote zum Tragen: durch weitestgehende Barrierefreiheit der Erholungs-und Erlebnisstätten des Gutes Schäferhof soll auch und gerade Menschen mit Behinderung der Zugang zu allen Angeboten ermöglicht und ihre Teilnahme an den Angeboten gefördert werden.